Ob gemütlicher Salonlöwe oder aktiver Stubentiger: Das beliebteste Haustier der Österreicher und Deutschen ist die Katze. In Deutschland werden rund 7,8 Millionen, in Österreich rund 1,5 Millionen Katzen als Haustiere gehalten. Doch was macht den besonderen Reiz der Samtpfoten aus?

Die ursprüngliche Funktion der Katze als geschätzter Mäusefänger ist für uns Menschen kaum noch gegeben. Dennoch suchen wir ihre Gesellschaft, ziehen uns Katzen magisch an.

Katzen sind eine Augenweide

Woran liegt das? Was hat dieses Wesen so Magisches an sich? Ist es ihre sensible Anmut, ihr stolzer Charme, ihre Schönheit und Geschmeidigkeit? Ja es stimmt, Katzen sind eine Augenweide. Ob kurz- oder langhaarig, klein oder groß, stämmig oder grazil: Seit eh und je begeistert die Schönheit und Eleganz der Katze.

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Die Anmut und Schönheit der Katze fasziniert den Menschen immer wieder aufs Neue. Auf dem Foto: Ragdoll-Katze

Bereits alten Ägypten wurden die stolzen und mysteriösen Tiere als Gottheiten verehrt, in Teilen Asiens gelten sie als Glücksbringer und in Kunst und Literatur haben die anmutigen Wesen schon lange einen festen Platz gefunden.

Katzen sind unabhängig

Doch auch die Unabhängigkeit der Katze übt eine große Faszination auf uns Menschen aus. Ja, darum beneiden wir die Katze sogar! Katzen ordnen sich nicht unter. Sie kooperieren, sofern es ihnen Vorteile bringt. Sie kennen ihre Umgebung gut und wissen, wann und wo etwas zu holen ist. Sofern sie sich frei bewegen kann, wird die Katze sich selbst entscheiden, wo und bei wem sie bleiben möchte, was oder wer ihr wichtig wird. Katzen haben eben ihren eigenen Kopf und gehen ihren ganz eigenen Weg. Eine Katze kann man nicht – wie etwa einen Hund – erziehen, sie wird sich ihrem Menschen niemals gänzlich unterordnen. Katzen sind Individualisten – Sie sollten ihre Eigenarten kennen, achten und schätzen! Gerade diese Unberechenbarkeit macht die Samtpfoten bei viele Katzenhaltern so beliebt, da man nie weiß, von welcher Seite sie sich zeigt.

Ein Teil von ihr wird immer unbegreiflich, verborgen und ursprünglich bleiben. Das Mystische, Wilde und Unnahbare in ihrem Wesen macht die Katze zu einem der faszinierendsten Tiere der Welt.

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Katzen machen relativ wenig Arbeit, insbesondere, wenn sie Freigang haben.

Katzen sind intelligent

Katzen legen eine große Intelligenz an den Tag. Das zeigen nicht nur zahlreiche Youtube-Videos, in denen Tiere Klospülungen betätigen oder Schränke öffnen, auch meine eigene Mieze beweist es mir täglich aufs Neue: Rufe ich ihren Namen „Murzel“ spitzt sie höchstens die Ohren. Nicht im Geringsten denkt mein kleiner Salonlöwe daran, sich auch nur einen Schritt in meine Richtung zu bewegen. Doch es gibt ein Zauberwort, das meinem Liebling Flügel verleiht: „Fuzzyfood“. Denn das verspricht ein Leckerli und das will sich schließlich keine Katze entgehen lassen. Und „Schwupps“ kommt mein Kätzchen sogar aus dem tiefsten Eck gekrochen.

Katzen machen wenig Arbeit

Katzen machen im Vergleich zu anderen Tieren kaum Arbeit. Mit Hunden muss man regelmäßig Gassi gehen, eine Katze braucht nur ihr „Kisterl“. Zudem können sich unsere Samtpfoten stundenlang mit sich selbst beschäftigen, allein ihre Körperpflege zelebriert sie mit einer unglaublichen Hingabe und Ausdauer.

Internationaler Katzentag am 8. August

Um die Liebe zu den eleganten Samtpfoten gebührend zu zelebrieren und gleichzeitig auf die Missstände aufmerksam zu machen, die Katzen aller Art weltweit erleiden müssen, wurde der 8. August vom Fund for Animal Welfare zum Internationalen Katzentag erklärt.

Worum geht es bei diesem Aktionstag?

Das Anliegen der Aktion ist es, das Bewusstsein für die Bedürfnisse der Katze zu schärfen. Die artgerechte Tierhaltung und die Bekämpfung von Vernachlässigung und Misshandlung stehen idabei im Vordergrund.

Der Aktionstag des Weltkatzentages steht jedoch nicht nur im Zeichen des Stubentigers, sondern soll den Fokus der Öffentlichkeit auch auf die anderen Vertreter der Familie der Katzen richten: Großkatzen, Kleinkatzen und Hauskatzen. Mehr als 80 Prozent der Raubkatzen stehen mittlerweile auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten. Obwohl der Mensch seit Jahrhunderten von den mächtigen und eleganten Tieren fasziniert ist, ist er für die schrumpfenden Bestände der Raubkatzen verantwortlich.

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Gefährlich, aber auch gefährdet sind die Raubkatzen. Foto: Junger Leopard im Baum, aufgenommen in Südafrika.

Sie alle sind geschickte Jäger, bewegen sich elegant und geschmeidig und sind abgesehen vom Löwen eher Einzelgänger. Gerade die Tatsache, dass sich Hauskatze und die gefährlichen Raubkatzen in ihrem Verhalten und in ihrer Körperbau so sehr ähneln, macht einen Teil der Faszination unseres liebsten Haustiers aus.

Egal ob Hauskatze oder in ihrer Existenz bedrohte Großkatze, alle Mitglieder der Katzenfamilie verdienen unseren Respekt, unsere Liebe  und unseren Schutz.

Wie kann dieser Aktionstag begangen werden?

Katzenbesitzer können ihre Samtpfote an diesem Ehrentag besonders verwöhnen. Eine extra Runde kuscheln, eine wilde Spieleinheit und natürlich ein besonderer Leckerbissen erfreuen das stolze Katzenherz.  Das wird ganz bestimmt mit einer Extraportion Schnurren belohnt.

 

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