Die „Bathing Water Directive“ der europäischen Umweltagentur (EEA), die für die Einhaltung der Badegewässerrichtlinien in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union verantwortlich zeichnet, stellte den ungarischen Gewässern im vergangenen Jahr ein erstklassiges Zeugnis für ihre Badewasserqualität aus. Von den 257 Flüssen und Seen, die geprüft wurden, wiesen 83,3 Prozent eine exzellente bzw. gute Qualität auf.

Tiefblaues Wasser und saftig grünes Schilf am Balaton (Plattensee)

Jährlich werden vor Beginn der Badesaison die fließenden und stehenden Gewässer der EU-Mitgliedsstaaten nach strengen Richtlinien und Qualitätskriterien kontrolliert und danach von der EEA in einem Bericht veröffentlicht. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Einhaltung von festgelegten mikrobiologischen Parametern gelegt. Von den insgesamt 257 überprüften Flüssen und Seen wurden 182 Gewässer mit dem Prädikat „exzellent“ ausgezeichnet, 32 wiesen eine gute Wasserqualität auf und nur zehn konnten die Richtlinien nicht erfüllen.

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Obwohl Ungarn ein Binnenland ist, verdient es dennoch den Beisatz „Land der Gewässer“, da es nicht nur Heimat des Balaton, des größten See Mitteleuropas ist, sondern auch von mächtigen Flüssen wie der Donau, der Drau oder der Theiß durchzogen wird. Speziell der Plattensee, das Meer der Ungarn, gilt als einer der saubersten Seen Europas, auch wenn sein Wasser trüb scheint. Dieser Eindruck ergibt sich aus einem Zusammenspiel der geringen Tiefe des Sees mit der Farbe des Himmels und der Wolken. Frisches Wasser erhält der Balaton übrigens vom Kis-Balaton, dem „kleinen Bruder“. Um die hohe Wasserqualität des Sees zu erhalten, sind etwa Motorboote mit wenigen Ausnahmen verboten.

Der Hauptfluss Ungarns ist die mächtige Donau | Foto: Ungarn Tourismus

Als willkommene Alternative zu einem Urlaub am zur Hochsaison stark frequentierten Balaton gilt der Theiß-See, der idyllisch mitten in der ungarischen Puszta liegt. Durch einige Kanäle mit dem Fluss Theiß verbunden, weist auch der künstlich angelegte, 30 Kilometer lange See eine sehr gute Wasserqualität auf und gilt als absoluter Geheimtipp für Sonnenanbeter, Naturliebhaber und Angler. Was am Balaton verboten ist, kann in einer Bucht im südlichsten Teil des Theiß-Sees ausgelebt werden: Hier kommen Freunde des motorbetriebenen Wassersports wie Jet- und Wasserski sowie Wakeboard voll auf ihre Rechnung. Aber auch Segeln und Surfen wird am Theiß-See ganz großgeschrieben. Wer lieber auf dem Trockenen bleibt, dem stehen zur Erkundung der unberührten Umgebung 44 Wanderwege und zahlreiche Radrouten zur Wahl.

Der Theiß-See, inmitten der ungarischen Puszta gelegen bietet Ruhe und Erholung. | Foto: Ungarn Tourismus

Genau zwischen dem Balaton und der Hauptstadt Budapest gelegen, ist der Velence See, der als wärmster See Europas gilt und über einige Badeorte verfügt, eher nur den Ungarn selbst ein Begriff und Rückzugsort. Aufgrund seiner Abgeschiedenheit und teilweise auch Unzugänglichkeit punktet er nicht nur mit einer exzellenten Wasserqualität, sondern auch mit unberührter Natur, in der sich eine besonders ausgeprägte Artenvielfalt entwickeln konnte. Die Oberfläche des Velence Sees ist zu rund 40 Prozent von Schilf bedeckt und der ihn umgebende Schilfgürtel sorgt für die Reinheit des Wassers. Dieses schätzen sowohl Familien mit Kindern, aber auch Segler, Surfer, Kanu- und Kajakfahrer.

Romantische Abendstimmung am Theiß-See | Foto: Ungarn Tourismus

Ein fantastischer und abwechslungsreicher Urlaubstipp von Edith Köchl

Kontakt für weitere Informationen:

Ungarisches Tourismusamt

Kinga Farkas, Repräsentantin für Deutschland & Österreich

E-Mail:  kinga.farkas@mtu.gov.hu

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