Im Waldviertel ist das Zeichen eines freien und unabhängigen Bauern seit jeher das mit 24 Strahlen gekennzeichnete Sonnentor. Darauf basiert nicht nur der Firmenname von SONNENTOR, sondern es ist auch das Fundament der Vision von Gründer & Eigentümer Johannes Gutmann.

SONNENTOR möchte in der heutigen Zeit zeigen, dass ein Bauernhof so geführt werden kann, dass man auch unabhängig von staatlichen Förderungen und frei von chemischen Hilfsmitteln gut davon leben kann. 2016 wird diese Idee eines wirtschaftlich unabhängigen Bauernhofs am SONNENTOR Frei-Hof umgesetzt.

Der bestehende Bauernhof wird biologisch bewirtschaftet und unter der Prämisse eines natürlichen Kreislaufs zukünftig unter permakulturellen Grundsätzen mit Kräutern, Blumen, Obst- und Gemüsesorten kultiviert. So wird auch die SONNENTOR Betriebsküche, sowie das Bio-Gasthaus Leibspeis‘ teilweise mit selbst angebautem Gemüse und Obst versorgt. Außerdem werden Jungpflanzen großgezogen und Saatgut vermehrt.

Am 1. Mai war es soweit – der Spatenstich für den SONNENTOR Frei-Hof wurde gesetzt, der nicht nur das touristische Angebot vor Ort erweitert, sondern auch das Projekt Selbstversorgung starten wird.

Der Bio-Pionier tritt den Beweis an, dass auch kleinstrukturierte Landwirtschaften in der heutigen Zeit so geführt werden können, dass man frei von Förderungen und chemischen Hilfsmitteln davon leben kann. Neuer Traktor, neues Glashaus, neue Bauernstube? Nicht ganz, denn mit dem Frei-Hof wird kein moderner Schau-Bauernhof auf die grüne Wiese gestellt. Nach permakulturellen Grundsätzen und in liebevoller Handarbeit hauchen die Bauern und Permakulturexperten Thomas Meier, Sigrid Drage und Andreas Voglgruber einem alten Vierseithof in Sprögnitz neues Leben ein. Das berühmte „Sonnentor“ darf natürlich nicht fehlen, aber sonst bleibt die Struktur des Frei-Hofs erhalten. Reparieren statt neukaufen, recyceln statt wegwerfen, teilen statt horten – das ist die ganzheitliche Devise hinter dem Konzept.

Nur in einem Punkt ist man beim Kräuter- und Gewürzspezialisten konsequent – der Frei-Hof wird zu 100 Prozent auf biologische Landwirtschaft umgestellt, das ist klar. Früher war alles besser? Nicht unbedingt, aber es lohnt sich, einen Blick auf alte Traditionen zu werfen, die in den letzten Jahrzehnten verloren gegangen sind.

Permakultur – Revolution getarnt als Gärtnern

Unter der Prämisse eines natürlichen Kreislaufs sollen am SONNENTOR Frei-Hof Kräuter, Blumen, Obst- und Gemüsesorten in permakultureller Bewirtschaftung kultiviert werden. Der Begriff Permakultur kommt aus dem Englischen „permanent agriculture“ und bedeutet direkt übersetzt dauerhafte Kultur. Und der Name ist Programm, denn diese Form der Bewirtschaftung setzt auf die energieeffektive und achtsame Gestaltung von zukunftsfähiger Landwirtschaft. Mit starren Strukturen und überpflegten Beeten hat das aber wenig zu tun. Im Gegenteil, permakulturelle Bewirtschaftung verwandelt selbst den geradlinigsten Englischen Garten wieder in ein kleines, robustes und produktives Ökosystem, das sich selbst versorgt.

Wer denkt, dass dafür große Flächen benötigt werden, der irrt. Am Frei-Hof werden auf rund viereinhalb Hektar Mensch und Tier im Einklang mit der Natur leben und voneinander profitieren. Damit das möglich ist, wird auf eine Intensivbewirtschaftung mit Spezialkulturen gesetzt. „Die Gestaltung der Anbauflächen und Beete wird an die natürlichen Wachstumsbedingungen der Pflanzen und an das Klima vor Ort angepasst. Statt auf reine Ackerflächen werden wir auf Polykulturen, zum Teil in Dauerbegrünung, setzen“, erklärt Frei-Hof-Bauer Thomas Meier. Bis zu acht Menschen sollen am Bauernhof Arbeit finden. Außerdem schafft der SONNENTOR Frei-Hof Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren. Neben Enten und Hühnern finden auch Bienen einen Platz und reichlich Nahrung. Die Bewässerung der Anbauflächen erfolgt über Regenwasserspeicher, Grund- und Trinkwasser werden soweit wie möglich geschont. Für die Beheizung der Glashäuser kommen Biomeiler zum Einsatz in denen, mit Hilfe von Sauerstoff, Biomasse zersetzt und Wärme gewonnen wird. Als Kompostmaterial dienen unter anderem Kräuterabfälle aus der Tee- und Gewürzproduktion – ganz im Sinne des Kreislaufdenkens.

Wir versorgen uns selbst – für Geist, Körper und Seele

Geteilte Freude ist vielfache Freude – diese SONNENTOR-Prämisse zieht sich auch durch den Frei-Hof. Aus diesem Grund wird das erworbene Wissen aus der permakulturellen Bewirtschaftung nicht am Bauernhof gehortet. In erster Linie profitieren die 215 Bio-Bauern der Sonnentor-Familie von den gesammelten Erfahrungen rund um Sonderkulturen und Fruchtfolgen. Der Frei-Hof bietet aber nicht nur Wissenswertes für Landwirte. Die Besucher des SONNENTOR Erlebnisses wird ein Sichtungs- und Vermehrungsgarten zum entspannten Verweilen und Erkunden einladen. Jungpflanzen können vor Ort gekauft und mit nach Hause genommen werden. Für alle, die gerne noch tiefer in die Permakultur eintauchen möchten, werden ab Juli Führungen und Seminare am Vierseithof angeboten. Eine Bereicherung für Geist und Seele. Und auch das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz. Neben der SONNENTOR Betriebsküche wird auch das Bio-Gasthaus Leibspeis‘ mit selbst angebautem Obst und Gemüse versorgt werden. Ein ganzheitliches Projekt, auf dem man sich aber ganz und gar nicht ausruhen will. 2017 soll das Sonnentor-Erlebnis um Übernachtungsmöglichkeiten für Tourismus-Gäste erweitert werden. Am Grundstück des Frei-Hofes sollen kleine, autarke Wohneinheiten geschaffen werden.

Unternehmergeist und Ethik – kein Widerspruch im Waldviertel

Neben innovativen Projekten steht die gemeinwohlorientierte Unternehmensführung beim Kräuter- und Gewürzspezialisten weiterhin im Zentrum des Handelns. „Wir gehen seit 28 Jahren bewusst und konsequent den Weg des nachhaltigen und alternativen Wirtschaftens. Authentizität, Handarbeit, Wertschätzung, Fairness und ein ressourcenschonender Umgang mit Mensch und Natur sind nicht bloß Worthülsen für uns, sondern gelebte Firmenphilosophie. Die Uhren laufen in Sprögnitz oftmals anders – doch wir sind nicht trotz allem, sondern gerade deshalb so erfolgreich“, ist Johannes Gutmann überzeugt.

Der Erfolg zeigt sich nicht nur in den wachsenden Umsatzzahlen. Durch konsequente Handarbeit finden inzwischen knapp 400 Menschen Beschäftigung beim Bio-Pionier – 285 in Österreich, 105 im tschechischen Tochterunternehmen in Čejkovice und jeweils drei in Rumänien und Albanien. Hinzu kommen 85 freie Dienstnehmer. Das Tochterunternehmen in Rumänien feiert heuer sein 10-jähriges Jubiläum. Auch die Zahl der Bio-Bauern steigt stetig. 215 Betriebe können von der Kultivierung biologischer Kräuter und Gewürze leben. Zusätzliche Anbauprojekte in Rumänien, Albanien, Nicaragua und Tansania fördern die dortigen Wirtschaftskreisläufe und ermöglichen den Bauern ein gutes Auskommen durch ein faires Miteinander und direkten Handel.

Mehr Informationen: www.sonnentor.com

[ Presseinformation Sonnentor.com | Fotos: www.gillyfish.com ]

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