Vom Marktplatz zur Flaniermeile: Der Naschmarkt ist ein begehrter Treffpunkt für Genussliebhaber.

 „Was wäre Wien ohne seine Märkte? Vor allem der Naschmarkt ist ein wichtiger Anziehungspunkt für Bewohner und Touristen, eine einzigartige Mischung aus exotischem Flair, exklusiven und ausgefallenen Produkten sowie gemütlichen Lokalen mit Spitzengastronomie. Unter dem Motto „Was es am Naschmarkt nicht gibt, brauchen Sie nicht,“ bieten die Marktstände an der Wienzeile eine Vielfalt an Obst und Gemüse, Gewürzen und Kräutern, Fisch- und Fleischspezialitäten sowie kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt.

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Exotisches Obst aus aller Welt – dieses und mehr findet man am Wiener Naschmarkt.

Die bewegte Geschichte des Marktes reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück und spiegelt die Vielfalt der Wiener Marktunternehmen wider. In der jetzigen Form wurde er von Otto Wagner geplant und 1916 eröffnet. Nach rund 100 Jahren war 2010 eine grundlegende infrastrukturelle Sanierung und Revitalisierung notwendig. Alle Wasser- und Stromleitungen sowie Kanalisation und Regenwasserabfluss wurden komplett erneuert. Die abgeschlossene Oberflächensanierung macht den Naschmarkt weitgehend barrierefrei. Ausgelöst durch den Erfolg des Zuzugs neuer Szenelokale in den 1990ern setzte ein gastronomischer Boom auf dem Naschmarkt ein. Eine Neuregelung der Marktordnung, die festlegt, dass maximal ein Drittel der zur Verfügung stehenden Marktfläche für gastronomische Zwecke verwendet werden darf, stellte sicher, dass der Marktcharakter durch ein vielfältiges Warenangebot gewahrt bleibt.

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Gemütliche Lokale mit Spitzengastronomie und Marktstände mit internationalen Köstlichkeiten machen das besondere Flair des Wiener Naschmarkts aus.

Vielfältiges Warenangebot und Treffpunkt für Genießer

„Der Naschmarkt steht heute für ein breites Warenangebot und ist zum Treffpunkt für Genussliebhaber geworden, wovon sich wöchentlich rund 60.000 Besucherinnen und Besucher überzeugen. Auch das Bio-Angebot direkt von den Produzenten wird immer größer“ meint Obmann Akan Keskin. Aktuell befinden sich 123 fixe Marktstände und 60 Plätze für landwirtschaftliche Erzeuger sowie Marktfahrer am Traditionsmarkt.

Woher hat der Naschmarkt eigentlich seinen Namen?

Woher der Name “Naschmarkt” kommt, ist bis heute umstritten. Manche sagen, er ist hergeleitet von dem vorher dagewesenen “Aschenmarkt” , von der früheren Nutzung des Areals als Aschedeponie. Andere leiten den Namen von der “Esche” ab, da die Milchbehälter der damaligen Zeit aus Eschenholz gefertigt waren. Und wieder andere gehen davon aus, dass der Name “Naschmarkt” von den vielen exotischen Süßigkeiten und Waren herrührt, wie etwa in Zucker eingelegte Orangenschalen und Datteln, die seit jeher dort angeboten werden.

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Süße Köstlichkeiten aus aller Welt erfreuen die Naschkatzen unter uns.

 

Text:  Nanja Antonczyk

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