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Zika-Virus: Vorsicht ist geboten – insbesondere bei Olympiade in Brasilien

Wir begrüßen ausdrücklich, dass der österreichische Nationalrat zuletzt eine Reihe von Infektionen, darunter auch Zika-Virus-Infektionen, der Meldepflicht unterworfen hat“ meinte Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Grisold, Generalsekretär der Weltföderation für Neurologie (WFN), Wien.

„In weiten Teilen Europas ist das Risiko einer Übertragung durch Mücken zumindest aus derzeitiger Sicht zwar gering. Aber es ist wichtig, die Risiken durch importierte Fälle im Auge zu behalten – zumal eine Weiterübertragung von Mensch zu Mensch auf sexuellem Weg möglich ist“, so führte Prof. Grisold weiter aus.

Stechmücken mit Zika-Virus werden „importiert“

Der Zika-Virus wird durch vom Virus infizierte Stechmücken übertragen.

Das Zika-Virus wird durch Stechen der Gelbfiebermücke (Aedes aegypti), die ursprünglich in den Tropen und Subtropen beheimatet ist, übertragen. Auch die schon in Europa gefundene Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) wird als ein potenzieller Überträger vermutet.

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Das Zika-Virus wird u.a. durch Stechen der Gelbfiebermücke übertragen.

Es kann sein, dass im Reisegepäck unbewusst und natürlich auch unbeabsichtigt aus dem Urlaub diese ins Heimatland mitgebracht werden können. Daher ist die flächenmäßig vermehrte Verbreitung beider Stechmückenarten besonders in Urlaubszeiten und bei Großevents in stark betroffenen Gebieten stark gegeben.

Besondere Vorsicht geboten bei Olympiade in Brasilien

Die Möglichkeit und somit die Gefahr ist groß, dass tausende Sportlerinnen und Sportler und deren Betreuungspersonal sowie die begleitenden Fans die betroffenen Steckmücken nach Europa bringen werden oder sich sogar schon vor Ort infiziert haben.

Es ist anzunehmen, dass wir nach den olympischen Spielen in Brasilien in Europa einen Anstieg importierter Zika-Fälle haben werden.

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Beosnders bei der Olympiade in Brasilien ist Vorsicht geboten.

Schwangere sollten Länder wie Brasilien deshalb meiden

Es besteht die Gefahr von schweren Missbildungen beim Fötus, allen voran die oft beschriebene Mikrozephalie als eine besonders tragische Folge einer Ansteckung der Mutter, denn der Zika-Virus kann auch das Ungeborene Kind erfassen.

Neben Brasilien gelten derzeit weite Gebiete Afrikas und Südostasiens als besonders betroffen. Durch die Reisetätigkeit wird er schnell weiter verbreitet und es ist sinnvoll vor einer Reise sich bei Gesundheitszentren oder Ärzten vor Reiseantritt zu informieren.

Auch Ansteckungsgefahr zwischen Menschen gegeben

Viele Menschen seien immer noch der Meinung, dass wegen dem Zika-Virus nur Schwangere besorgt sein müssten, so Prof. Grisold, und weiter: „Eine Zika-Infektion kann auch bei Erwachsenen zu schwerwiegenden neurologischen Erkrankungen führen, etwa zum Guillain-Barré-Syndrom (GBS), dessen Häufigkeit in Südamerika in einigen Ländern auf das fünffache angestiegen ist.“

Während und nach dem Besuch eines der Länder mit erhöhter Ansteckungsgefahr sollten Sie geschützten Sexualverkehr pflegen, um eine zwischenmenschliche Ansteckung möglichst zu vermeiden.

Und vor allem ist ganz allgemein Vorsicht geboten und jegliches Vermeiden von Mückenstichen durch das Tragen langer Ärmel, langer Hosen etc. anzuraten.

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Spezielle Räucherkegel halten die lästigen Mücken fern.

Symptome der Krankheit

Es kann sein, dass diese Symptome nur schwach oder auch gar nicht auftreten, daher ist besondere Vorsicht und Beobachtung der eigenen Befindlichkeit anzuraten, wenn Sie in einem besonders betroffenen Land waren oder mit Personen engen Kontakt hatten, die in diesen Ländern waren.

Wenn Sie Veränderungen in folgender Hinsicht feststellen, geben Sie unbedingt zum Arzt, der mittels Laboruntersuchung die Infektion durch den ZIKA-Virus oder ähnliche andere Viren feststellen kann.

Mögliche Symptome sind: Fieber, rote Augen, Hautausschlag, Gelenkschmerzen. Sie treten 3 bis 12 Tage nach der Infektion auf und dauern bis zu einer Woche an. Auch Erbrechen, Muskelschmerzen und Kopfschmerzen können parallel auftreten

Offizielle Informationen der WFN

Folgende Zeilen haben wir aus der Pressemitteilung der Weltföderation für Neurologie vom 20.7.2016 entnommen und stellen Sie Ihnen hier als Information zur Verfügung:

So werden zentralnervöse Beteiligungen im Sinne einer Bickerstaff-Enzephalitis und einer Myelitis ebenso beschrieben, wie eine akute sensible Neuropathie, welche im Rahmen der Infektion auftritt. Diese bildet sich spontan zurück und ist klinisch vom GBS klar abgrenzbar. Beim klassischen GBS versterben etwa fünf Prozent der Betroffenen an dieser Krankheit, wenn keine intensivmedizinische Unterstützung gegeben werden kann.

In brasilianischen Studien hat sich gezeigt, dass bei vielen GBS-Patienten das Virus auch noch Monate nach dem Infekt im Körper nachgewiesen werden konnte. Welche Bedeutung das für ein neuerliches Ausbrechen der Zika-Infektion oder eine Weitergabe von Zika-Viren haben kann, ist Gegenstand weiterer Forschungsbemühungen.

Aktuellen Zahlen der WHO zufolge meldeten zum Stichtag 7. Juli 2016 bereits 65 Staaten und Territorien eine anhaltende Übertragung von Infektionen durch Stechmücken. Elf Länder, darunter Deutschland, Frankreich und Spanien haben Übertragungen von Mensch zu Mensch berichtet. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei der Infektion um sexuelle Übertragungen. Mikrozephalie und andere Missbildungen von Föten, die mit einer Zika-Infektion in Verbindung stehen können, wurden in mittlerweile bereits 13 Ländern registriert, im Mai waren es erst acht betroffene Länder. In 15 Ländern gibt es bisher einen auffälligen Anstieg von Fällen von Guillain-Barré Syndrom (GBS) oder bestätigte Infektionen bei GBS-Betroffenen.

Die WHO und die Panamerikanische Gesundheitsorganisation PAHO haben kürzlich Empfehlungen für Athleten und Besucher der Olympischen Sommerspiele veröffentlicht. Demnach sollte man sich konsequent vor Mückenstichen schützen, durch angemessene Kleidung und Insektenschutzmittel. Wichtig sei, während des Aufenthalts in Brasilien und mindestens acht Wochen danach nur geschützten Sex zu haben oder aber auf Sex zu verzichten, und darauf zu achten, eine Unterkunft mit Klimaanlage zu buchen. Schwangeren wird nach wie vor von einer Reise in betroffene Gebiete, also auch nach Rio de Janeiro, abgeraten.

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Die Landkarte zeigt die Verbreitung des Zika-Virus. Besonders Mexiko und ein Großteil Südamerikas sind stark betroffen.

Text: Mag Sylvia Klein auf Basis von
Pressemitteilung der WFN (https://www.wfneurology.org/
sowie der Website https://www.cdc.gov/zika/about/index.html
Reiseinformationen (Englisch): https://wwwnc.cdc.gov/travel/page/zika-travel-information

Reiseinformationen (Deutsch): https://www.bmgf.gv.at/home/zika

Fotos: Absfreepic, Pixabay

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